Kolostrum-Phase – „Vier goldene Regeln“
Kälbergesundheit beginnt im Darm
Ein neugeborenes Kalb hat kein voll entwickeltes Immunsystem und benötigt das immunglobulinreiche Kolostrum, um seine Immunität aufzubauen. Du als Landwirt spielst eine entscheidende Rolle bei der Kolostrumfütterung und du kannst dazu beitragen, die Kälbergesundheit zu verbessern und Verluste in der postnatalen Phase zu verringern.
Hier sind die vier goldenen Regeln zur Kolostrumfütterung:

- Regel 1 - Schnelligkeit: Füttere das Kolostrum so schnell wie möglich nach der Geburt, idealerweise innerhalb der ersten zwei Stunden. Je früher das Kalb Kolostrum erhält, desto besser kann es die wertvollen Immunglobuline aufnehmen.
- Regel 2 - Quantität: Das Kalb sollte mindestens 3-4 Liter Kolostrum innerhalb der ersten 12 Stunden erhalten. Eine ausreichende Menge gewährleistet, dass das Kalb genügend Nährstoffe und Immunglobuline aufnimmt.
- Regel 3 - Qualität: Achte auf die Qualität des Kolostrums. Es sollte mindestens 50 g/l Immunglobulin G (IgG) enthalten. Verwenden Sie ein Kolostrometer oder ein Brix-Refraktometer, um die IgG-Konzentration zu messen.
- Regel 4 - Sauberkeit: Das Kolostrum muss unter hygienischen Bedingungen gewonnen und gelagert werden. Kontaminiertes Kolostrum kann mehr Schaden als Nutzen bringen. Lagere das Kolostrum bei niedrigen Temperaturen und wärme es schonend auf, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.
In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein das Kolostrum anzureichern. Zum Beispiel bei Zukaufstieren, Färsengeburten oder beeinträchtigten Muttertieren (z.B. Euterprobleme). Wir empfehlen dafür unser Produkt BEWI-SAN Kälberstart. Das Ergänzungsfuttermittel, bestehend aus hochwertigem Kolostralmilchpulver, Vitaminen und Probiotika, kann die Gesundheit und Immunität des Kalbes weiter unterstützen
Durch die Einhaltung dieser vier goldenen Regeln kannst du als Landwirt einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit und zum Wohlbefinden deiner Kälber leisten und so die Basis für langlebige leistungsstarke Milchkühe legen.